Die Geschichte der Lindenkapelle Klingenthal können Sie nachlesen unter "Geschichte".
Mitglieder
Wir sind zur Zeit genau 34 aktive Mitglieder. Darüber hinaus haben wir
einige Nichtaktive, die auf Grund ihrer Berufsausbildung, dem Studium oder dem
entfernten Arbeitsplatz nicht mitmachen können. Eine Auflistung aller Lindenkapeller
finden Sie unter Mitglieder.
Unsere Jüngsten Nicole Kämpfe und Ann-Katrin Körner werden dieses
Jahr 13 Jahre jung und unser Ältester - Ernst Böhm - wird 80 Jahre
alt.
Das Durchschnittsalter liegt bei 41 Jahren, eben eine gesunde Mischung aus Jung
und Alt. Das haben wir einer Reihe von Neuaufnahmen junger Leute in den letzten
10 Jahren zu verdanken.
Dirigent
Unser Dirigent, Günter Körner, hält die Truppe mit einem starken
Nervenkostüm zusammen. Gerade bei der Zusammenstellung des Repertoires
ist es oft nicht leicht, den Geschmack der Jugend und der Älteren gleichermaßen
zu treffen.
Sänger
Unser Sänger, Hans Jochen Diersch, ist im Herbst 2002 verstorben. Einen
neuen Sänger haben wir noch nicht gefunden. Deshalb singt unser Lothar
Schönfeld, obwohl er eigentlich am Schlagzeug sitzt. Natürlich kann
er nicht gegen die ganze Kapelle singen, deshalb hat er eine Verstärkeranlage
als Hilfe. Die wird auch von unserem Ansager genutzt und vom Bassisten. Der
bekommt ein Mikro in das Schallstück, da auch er am Bass ganz alleine ist.
Technik
Die Anlage haben wir natürlich von KME, der Klingenthaler Musikelektronik,
die freundlicherweise auch die Wartung übernimmt.. Sonst versorgen wir
uns mit Technik und Instrumententeilen aus dem größten Musikladen
Sachsens, dem "Musikhaus Markstein" in Hartenstein.
Instrumente
Die Instrumente gehören größtenteils den Musikern selbst, außer
Schlagzeug, Tuba und ein paar wenige Einzelinstrumente. Da wir keine Leihgebühren
verlangen und auch die Vereinsmitgliedschaft kostenlos ist, muss sich jeder
selbst um sein Instrument kümmern und auch eventuelle Reparaturen selbst
finanzieren. Da wir aber eine Reihe von Musikinstrumentenbauern unter uns haben,
können wir oft die Reparaturen sehr günstig selbst durchführen.
Kleinere Probleme wie z.B. Ventilklemmer werden an Ort und Stelle zur Probe
repariert. Da ist für eine Flasche Bier schon viel machbar.
Auftritte
Etwa 25 Auftritte absolvieren wir jedes Jahr plus der Ständchen zu runden
Geburtstagen oder Jubiläen unserer Mitglieder wie z.B. Silberne Hochzeiten.
Dabei gibt es traditionelle Spielorte wie z.B. die Pavillonkonzerte in Klingenthal,
der Frühschoppen zur Zwotaer Kirmes und neue Traditionen wie das Blasmusikfest
in Siebenbrunn. Aber es kommen auch ständig neue Veranstaltungen hinzu,
die jährlich wechseln. So ging es zum 1. Mal nach Tiefenbrunn zum Dorffest
oder zum Vogtl./Erzg. Musikantentreffen nach Zwönitz zum Bergfest nach
Markneukirchen oder zum Dorfjubiläum in Carlsfeld.
Transport
Alle Auftritte außerhalb Klingenthals werden mit dem Bus angefahren. Da
gibt es langjährige gute Beziehungen zum Busunternehmen Herold Klingenthal.
Zum Transport der Technik, Instrumenten usw. im Raum Klingenthal haben wir einen
Transporter von Böhme-Entsorgung Klingenthal, den oft auch Peter Ludwig
von genannter Firma selbst zum Auftrittsort und zurück fährt.
Vorstand
Der Vorstand trifft sich in unregelmäßigen Abständen im Probelokal
zu Vorstandssitzungen. Hier werden logischerweise die anstehenden Termine, Probleme
und Schwierigkeiten besprochen. Oft wird straff in die Zukunft geplant, wenn
es auch dann ganz anders kommt.
Probenraum
Nachdem uns die Stadt im Jahre 2002 den Probenraum weggenommen hat, mussten
wir uns eine neue Bleibe suchen. Mit dem Hotel "Waldgut" haben wir
einen neuen, fairen Partner gefunden, der uns den Saal zum Proben zur Verfügung
stellt und auch einen Raum, wo wir unseren gesamten "Krempel" haben.
Proben
Wir proben regelmäßig donnerstags von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr. Im
Vergleich zu anderen Orchestern kann man sich auf diese Zeitvorgaben verlassen.
Obwohl wir pünktlich aufhören, muss niemand sofort nach Hause gehen,
bei einem Bier lässt sich noch so manches ansprechen. Lustig ist es allemal
und so mancher Witz macht die Runde. In der Pause gibt es immer etwas zu essen
und das Bier für 80 Cent steht auch immer da.
Nachwuchs
Wer Lust hat, kann jederzeit bei uns mitmachen. Er muss nur kommen. Und wer
einmal da war, kommt auch wieder. Auch ehemalige Musiker, die, aus welchem Grund
auch immer, ihr Instrument einmal weggelegt haben, sollten sich einmal überlegen:
Was gibt es Schöneres, als einmal in der Woche dem Alltagstrott zu entfliehen
und mit anderen zu musizieren und vor und nach der Probe zu quatschen. Auf alle
Fälle haben 18 Leute seit 1993 bei uns angefangen.
Repertoire
Auf alle Fälle hört man bei uns die volkstümliche Blasmusik -
die sinfonische Blasmusik ist gar nicht unser Stil. Sie wird auch von vielen
Veranstaltern nicht gewünscht. So liegen wir mit deutschen Märschen,
böhmischen Polkas, Volksliedermedleys, Liederpotpourris, Musik im James-Last-Sound
usw. immer in der Gunst des Publikums. Musikwünsche erfüllen wir gern,
so dass die "Alten Kameraden", "Jubelklänge", "Götterfunken",
"Rosamunde", "Trompetenecho" und der "Gruß aus
Klingenthal" zu unserem Standardrepertoire zählen. Ernst Mosch, Hubert
Wolf, Cole Porter und Robert Stolz gehören in unsere Notenmappe, genauso
wie alle Klingenthaler Komponisten, so z.B. Alfred Wolf, Otto Wagner, Otto Meinel,
Kurt Jähn, Paul Fischer, Ernst Uebel und natürlich unser Stadtmusikdirektor
ehrenhalber Hugo Herold. Unser Notenarchiv ist unermesslich groß. Eigentlich
bräuchten wir keine neuen Noten kaufen, denn die gute alte deutsche Blasmusik
in unserem Archiv ist dem heutigen Schlagersumpf und Kitsch der volkstümlichen
Musik haushoch überlegen.
Freundschaften Als sich zu "DDR-Zeiten" unser Rolf Körner am
Balaton mit der "Westfamilie" der Familie Lutz aus Waldböckelheim
befreundete, war von "Wende" noch keine Rede. Als es dann soweit war,
entwickelte sich daraus eine tiefe Freundschaft zwischen der Lindenkapelle und
dem Gesangsverein Waldböckelheim. Diese zeichnet sich aus durch gegenseitige
Besuche privat zwischen den Gastgeberfamilien und Besuchen der Vereine untereinander.
So sind wir in unregelmäßigen Abständen zu Gast in Waldböckelheim,
um dort zur Kirmes zu musizieren. Und die Waldböckelheimer kommen im Herbst
zu ihrer Vereinsausfahrt bei uns, um ein erlebnisreiches Wochenende zu erleben.
Stadtorchester
Klingenthal
Nicht jede Stadt hat zwei Blasorchester. Auch wenn es in Klingenthal Kräfte
gibt, die das nicht gern sehen, muss an dieser Stelle gesagt werden, dass historische
Entwicklungen nicht einfach umgekippt werden können. 102 Jahre Lindenkapelle
und 141 Jahre Stadtorchester, das sind uralte Traditionen, die zum Kulturbild
der Stadt dazugehören. Und deshalb haben sich zwischen den Vorständen
freundschaftliche Beziehungen entwickelt , die das erfolgreiche Nebeneinander
und Miteinander beider Orchester ermöglichen. Nötig ist dies, da viele
Musiker in beiden Orchestern mitwirken und deshalb zwei Auftritte zur gleichen
Zeit problematisch sind. Seit 1994 verhindert diese Zusammenarbeit zeitgleiche
Auftritte und der Frust einiger Musiker gegeneinander hat aufgehört zu
existieren.
Feiern
Feiern können wir natürlich auch. Einmal im Jahr - im Frühherbst
- geht es zur Orchesterausfahrt mit den Angehörigen. Es ist eine Art "Danke-Schön-Veranstaltung"
für die Familienangehörigen der Orchestermitglieder, die an vielen
Wochenenden ihren Partner zum Musikmachen entbehren müssen.
Weihnachten gibt es den Lichtle-Ohmd, vielerorts auch Weihnachtsfeier genannt,
wo die Lindenkapeller zurückblicken auf das vergangene Jahr, Ehrenmitglieder
aufgenommen werden, runde Mitgliedsjubiläen ausgezeichnet werden, die besten
Probenbesucher gewürdigt werden. Und man kann endlich mal stundenlang quatschen,
ohne dass der Dirigent dazwischengeht, um proben zu wollen.